Queenie – von Fantasie, Träumen und dem Willen sich auszutoben

In unserer exklusiven Playlist Fan Fiktion Records gibt es aktuell Ausschnitte von Texten toller Autoren zu hören. Im Interview haben wir heute Queenie, die sich in ihrer Fan Fiktion, die auf Grundlage der Harry Potter Welt geschrieben ist, mal ganz dem starken Charakter der Hermione Granger widmet. Ihre FF When Hermione Fights ist mit 3,8 Millionen Worten mittlerweile fast dreimal so lang wie das Originalwerk Harry Potter! Wir haben sie gefragt, was sie inspiriert und wie man als Autor im Netz auf sich aufmerksam machen kann.

Ausschnitte aus Queenies FF sind zurzeit auf Knackstream im Wettbewerb Fan Fiktion Records zu hören. Mehr könnt ihr auf dem Profil der Vorleserin hören.

Liebe Queenie, um dich besser kennenzulernen, beschreibe dich für uns mal in drei Worten.

Kreativ – Loyal – Zielstrebig
Hierbei habe ich meine Leser befragt, die mir hilfreich zur Seite standen, einige sagten auch noch verrückt.

hermoine

Wann hast du angefangen zu schreiben und was war der Auslöser?

Der 25.12.2010 – das war der Beginn von WHF und warum? Weil mir total langweilig war. Davor habe ich noch nie geschrieben und fünf Tage später ging die Story online.
Der Grund? Es gab keine Bücher mehr, die mich fasziniert haben, alle gelesen (oder musste auf Fortsetzungen warten) und auch schon alle, wirklich alle FF’s gelesen, die fesselnd und oder komplett fertig hochgeladen worden waren.
Dabei hatte mich eine besonders fasziniert, die mich inspiriert hat, nur fand ich persönlich sie nicht ausführlich genug. Amüsant, oder?
Und plötzlich merkte ich, das Schreiben machte mir noch mehr Spaß als das Lesen und tja, seitdem befinde ich mich auf einer unglaublich spannenden Reise.

Für unsere Talente: Was muss man als guter Autor im FF Bereich unbedingt mitbringen?

Fantasie! Träume und den Willen, sich auszutoben.
Um ein guter Autor zu sein, sollte man sich stets vor Augen halten:
Was liest du selbst gerne? Wo hast du angefangen, zu träumen? Was lässt dich nicht los?
Diese Fragen stellt man sich und dann baut man es aus und macht es zu seiner ganz eigenen Geschichte und man sollte generell am besten darüber schreiben, was man kennt oder gut nachvollziehen kann.
Der Wille und die Disziplin zu schreiben, und das jeden Tag, sollten vorhanden sein!
Selbst wenn es nur eine halbe Seite ist, oder nur ein Satz, aber das ist wirklich hilfreich! Zu wissen, dass die Story scheitern könnte und man vielleicht im Endeffekt nur für sich selbst schreibt, darf nicht abschrecken, denn wenn man das große Ganze betrachtet, sollte man hauptsächlich für sich schreiben, nicht für andere. Man darf nie aufgeben und sich davon unterkriegen lassen. Man weiß nie, was bei den Lesern schlussendlich gut ankommt, aber man wird es nur lernen, wenn man an sich arbeitet. Schreiben ist mühsam und man braucht Ausdauer, das macht „gute“ Autoren aus.
Vielleicht ist man am Anfang nicht so gut, aber man kann nur besser werden.

Du bringst regelmäßig neue Fortsetzungen heraus. Wobei kommen dir die Ideen und wo schreibst du am liebsten, um Schreibblockaden zu vermeiden?

Ideen kommen mir immerdar, sogar als Beifahrer beim Autofahren, man sieht etwas und hat eine Idee, notiert sie im Handy, oder man sieht einen Film, es fällt ein Wort und sofort sprudeln im Hirn die Ideen, wie man es in die Story einbauen könnte. Oder man liest eine Geschichte, oder eine FF und wird inspiriert. Ich nehme alles her, um Ideen zu entwickeln. Das Wichtige ist nur, nie etwas zu vergessen, irgendwann, selbst wenn es erst in 50 oder 100 Kapiteln dran kommt, könnte man ein Detail wieder gebrauchen. Dabei hilft ein Kalender zur Story, eine Storyline – wenn auch nur grob – wo man solche Dinge vermerken kann, sodass nichts verloren geht. Eine gewisse Struktur und ein Leitfaden, um sich sowohl kommende als auch schon geschriebene Dinge zu merken, ist insbesondere bei einem langen Werk wichtig, das musste ich auch erst lernen. Eine weitere essentielle Komponente ist natürlich noch die Kommunikation, in meinem Fall, mit den Betas, oder den Lesern. Brainstorming ist das A und O, nur durch Gespräche über die Story spinnen wir manchmal die spannendsten Ideen aus dem Nichts! Und keine Angst, jeder von euch, der nicht mit einem Beta startet, lasst euch gesagt sein, ich habe auch als Einzelkämpfer begonnen und plötzlich tauchten die guten Seelen wie aus dem Nichts auf. Ohne Beta wäre die Story nur halb so gut.
Deshalb ein Hoch auf Betabörsen!

Ich selbst kenne keine Ideenpause, oder Tiefs, oder gar Blockaden. Toi-Toi-Toi, bisher ging so was an mir vorbei, wobei wohl auch dieser Zwang, jeden Tag zu schreiben, dabei hilft, niemals rauszukommen!
Natürlich habe auch ich manchmal keine Lust, aber ich bin hierbei ein zwanghaft ordentlicher Mensch, der sich an die eigenen Vorgaben hält. Jedoch ist es eher harte Arbeit, so zu schreiben wie ich es tue, und eigentlich schon kein Hobby mehr. Des Weiteren sei gesagt: jeder kann schreiben, es verhält sich hierbei wie bei dem Film Ratatouille – jeder kann kochen – man kann nur besser werden. Ich für meinen Teil kann jedem wärmstens empfehlen, es einfach zu tun. Es führt einen auf herrliche Reisen.

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Wie kann man als Autor im Netz auf seine Texte aufmerksam machen und sich mit anderen Autoren austauschen?

Das ist leider sehr, sehr schwer, brutal schwer, es gibt natürlich Facebook, Twitter und Co., aber dadurch macht man eigentlich niemanden auf eine Fanfiktion aufmerksam, das ist leider so. Deshalb sollte man unbedingt auch an solchen Wettbewerben teilnehmen wie Knackstream sie anbietet und natürlich können Fanfiktion-Awards dabei helfen, eine Geschichte und einen Autor innerhalb der Community bekannter zu machen.
Eine Möglichkeit, Werbung zu machen, wäre über Youtube, wenn liebe Leser einen Trailer zu deiner Story zaubern, weil du selbst technisch eine Niete bist. Oder über Deviantart, wenn Leser Cover erstellen, oder selbst zeichnen und die Story verlinken.

Über die Jahre kommt man durchaus mit anderen Autoren ins Gespräch, wenn man sich über private Nachrichten anschreibt, denn das sind eben auch alles nur Menschen, die einem gerne helfen und mit ihrer Erfahrung weiterbringen wollen. Ich selbst bin mit dreien sogar sehr intensiv im Gespräch und es ist eine nette Erfahrung die einen weiterbringt und den Horizont erweitert. Jeder Autor freut sich über Reviews, Mails und PN’s und ist für einen regen Austausch dankbar!

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Vielen Dank für das tolle Interview! Mehr von Queenie findet ihr auf ihren Profilen auf Knackstream und FanFiktion.de.