Extremsport – bis an die Grenzen und darüber hinaus

Sport bewegt viele, doch einigen unter uns ist das einfach nicht genug. Sie streben nach mehr und Grenzen sind kein Thema. Doch warum viele Menschen den Nervenkitzel lieben und „normaler“ Sport keine Herausforderung mehr ist, das erfahrt ihr hier.

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Was ist Extremsport?

Grundsätzlich kann jeder Sport zur Extremsportart werden, sobald die normalen Grenzen überschritten werden. Diese Grenzen liegen im Auge des Betrachters, jedoch gibt es einige Sportarten, die von der Mehrheit als extrem bezeichnet werden. Extremsportler betreiben ihren Sport unter einer besonderen psychischen und physischen Belastung, die meistens für sie selbst nicht so erschreckend ist wie für Außenstehende.

Extremsport lässt sich am besten durch Gefahr von „normalem“ Sport abgrenzen. Er bietet viel mehr Risiken, die den Sportler in seiner Gesundheit einschränken können. Jene Sportarten sollten nur von Leuten betrieben werden, die speziell geschult wurden und Kurse gemacht haben, oder sich bereits der weniger extremen Form des jeweiligen Sports gewidmet haben.

Nicht zu vergessen ist auch, dass viele Extremsportarten teilweise nur illegal betrieben werden können, wie zum Beispiel Roofing auf nicht leerstehenden Gebäuden. Auf einige Extremsportarten, wie auch Roofing, wollen wir weiter eingehen.

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Sportarten

Volcano Boarding
Auch bekannt als Volcano Surfing, wird ausgeübt auf den Abhängen von Vulkanen. Hotspot für diesen Sport ist der Cerro Negro in Nicaragua. Volcano Boarding gilt als Extremsport, da eine hohe Verletzungsgefahr droht durch Stürze und dadurch verursachte Schnittwunden des scharfkantigen Gesteins, geschmolzene Lava, von der man getroffen werden, und giftige Gase, die man einatmen kann.

Klippenspringen
Ähnlich dem Turmspringen, verbindet jedoch damit noch die Extreme der Natur. Klippenspringer stürzen sich von über 10 Meter von Felsenklippen in das Gewässer. Um das Verletzungsrisiko einzudämmen, müssen die Springer jahrelange Erfahrung im Turmspringen aufbauen und so genau wissen was sie tun müssen. Seit 2013 gibt es eine Weltmeisterschaft im Klippenspringen.

Roofing
Umfasst das Klettern auf Gebäude und hohe Bauwerke. Ziel ist es andere Höhen zu übertreffen und Bilder wie auch Videos von Perspektiven zu machen, die der „normale“ Mensch von unten gar nicht hat. Besonders beliebt ist Roofing in Großstädten, da dort Gebäude höher gebaut werden und wurden. Jedoch ist das Klettern auf nicht leerstehende Gebäude illegal und kann Konsequenzen für die Roofer haben.

Cave Diving
Zu Deutsch Höhlentauchen, findet in den Tiefen der Meere statt. Herausforderung hierbei ist die Dunkelheit durch fehlendes Tageslicht und die Möglichkeit bei Gefahr aufzutauchen, die durch die gegebene Umgebung wegfällt. Nicht selten leiden selbst erfahrene Cave Diver unter Panikattacken.

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Extremer Nervenkitzel

Viele Extremsportler suchen durch das Ausüben ihrer Sportart einen gewissen Nervenkitzel. Jener kann sich zusammensetzen aus dem Triumph über die Gefahr, dem Konfrontieren eigener Ängste, dem Schweben über der Schwelle zum Kontrollverlust und vielen weiteren Aspekten. Extrensportarten sorgen für einen Adrenalinschub im Körper, der vollkommene Konzentration, Aufruhe, Glück und vieles anderes aufrufen kann. Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass viele Sportler diesen Nervenkitzel suchen, um das Gefühl von Freiheit zu erlangen und die absolute Kontrolle über den eigenen Körper.

Ihr seid auf den Geschmack gekommen, oder bereits voll dabei? Dann wartet gespannt darauf, was wir für euch Adrenalinjunkies bald zu bieten haben!

Eberhard Bosslet – Der bedeutsame Künstler im Interview

Eberhard Bosslet ist Künstler. Er begann als Studierender der Malerei in Berlin und wurde Professor für Skulptur und Raumkonzepte in Dresden. Bekannt ist er für seine Installationen und die Arbeit mit Skulpturen. Bosslet prägte den Begriff der Intervention durch seine seinen Eingriffe in den architektonischen Innen- und Außenraum.

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Beschreiben Sie Ihren Stil.
Die Frage nach dem Stil ist die Frage nach der Form.
Mein künstlerisches Handeln ist nicht dominiert davon mein Werk durch eine „charakteristisch ausgeprägte Erscheinungsform“ als Marke zu etablieren. Vielmehr interessiert es mich, eine Handlungsweise zu praktizieren, die nicht die Frage nach der Gestalt in den Vordergrund schiebt, sondern die bevorzugten Inhalte, Mittel und Methoden erlebnisreich, nachvollziehbar, gleichwertig, lapidar und einfach zur Geltung zu bringen.

Was war für Sie persönlich Ihre schönste Ausstellung?
Die Letzte, oder jene, für die ich extra und aktuell vor Ort neue Werke herstellen konnte. Das war so bei der Ausstellung „Eberhard Bosslet, Chisme – Heavy Duty“, TEA Tenerife Espacio de las Artes, Santa Cruz de Tenerife.

Was war oder ist Ihre größte Herausforderung als Künstler?
Einfach und groß zu denken, klar zu fühlen und unzöglerich zu handeln.

An welchem Ort arbeiten Sie am liebsten?
Im Freien

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Welches Ihrer Werke hat für Sie die größte Bedeutung und warum?
Der Begriff „Bedeutung“ weist auf den Sinn einer Äußerung hin. Insofern kann und will ich keines meiner Werke in seiner Sinnhaftigkeit hervorheben, gewichten oder interpretieren. Alltagssprachlich bezeichnet der Begriff ferner auch die Wichtigkeit, die einem Gegenstand beigemessenen wird. Auch da liegt es mir fern das eine „Kind“ dem Anderen vorzuziehen.

Wenn Sie in einer anderen Epoche leben könnten, welche wäre das?
Die Zukunft

Vielen lieben Dank für das Interview Herr Bosslet!

Featured Artist: Sauer Art – der Mann hinter den Bildern

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Stell dich kurz vor.

Mein Name ist Timo, bin 37 Jahre alt und von Beruf Konstrukteur. Zeichnen ist mein Hobby und ich mache es ausschließlich zum Spaß.

Seit wann zeichnest du und wie hast du es gelernt?

Ich zeichne seit ich einen Stift halten kann. Mal mehr und mal weniger. Ich versuche immer wieder neues zu lernen und mich zu verbessern, ich probiere neues Werkzeug aus und versuche mich an neuen Techniken. Am liebsten versuche, ich mir alles selbst bei zu bringen, denn ich mochte es nie, wenn man mir sagt, wie ich es besser mache. Deshalb schaue ich mir an, wie andere arbeiten und versuche dann meinen eigenen Weg zu finden. Ich lese viel in Facebook-Gruppen oder Foren und hole mir Tipps. Video-Tutorials finde ich auch immer sehr praktisch, deshalb zeige ich auch gerne in Videos, wie ich zeichne.

Du sollst ein Porträt anfertigen. Welche Berühmtheit würde dir Modell
stehen?

Gute Frage, das kann ich gar nicht genau beantworten. Ich bin ein regelrechter Film- und Serienjunkie, deshalb sind die meisten meiner Bilder, irgendwelche Filmstars. Oft schaue ich einen Film und denke mir “wow, die musst du zeichnen”. Da ich viel Ruhe und Zeit beim Zeichnen brauche, zeichne ich auch nur vom Foto und nicht vom lebendigen Objekt. Wen ich mal gerne zeichnen würde, weiß ich nicht, aber ich würde mal gerne eins meiner Bilder, an einen der Stars überreichen. Ein bisschen schnacken und ein Bierchen zusammen trinken, das wäre cool.

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Von all deinen Werkzeugen, womit zeichnest du am liebsten?

Mein wichtigstes Zeichengerät ist der Bleistift. Am besten ein weicher Bleistift und wenn’s geht aus Holz. Irgendwie ist aber auch das Zusammenspiel, der Werkzeuge, wichtig. Ein sauberer Stift, am liebsten neu und kein abgenutzter Stummel, dazu gutes, weiches Papier, nicht das was man im Kopierer nutzt. Früher dürfte es aber auch gerne mal die Tischplatte, in der Schule sein 😉

Auf deinem bisherigen Weg, was war für dich die größte Errungenschaft?

Ich freue mich riesig, wenn jemand kommt und mich fragt, ob ich was für ihn zeichnen kann. Wenn jemand, seine wichtigste Person in einem Bild verewigen will und ich dies für ihn tun soll. Dann weiß ich, dass meine Arbeit gut sein muss.

Du hast einen Wunsch frei: In welchem Museum dieser Welt würdest du gern mal hängen?

Ich weiß nicht, ob meine “Kunst”, das richtige für ein Museum ist. Ich finde es schon mega stark, wenn eins meiner Bilder, in einem fremden Wohnzimmer hängt. Bleiben wir lieber, bei dem Wohnzimmer eines der gezeichneten Stars… und ich verschicke nichts per Post, ich überreiche nur persönlich.

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Vielen Dank für das tolle Interview! Wollt ihr mehr von Timo sehen? Dann klickt euch ab dem 10. Februar durch unsere Zeichnen im Zeitraffer Playlist und seht selbst!

Lampenfieber – Angst im Rampenlicht

Auf der großen Bühne oder zuhause vor der eigenen Kamera, man kann es überall haben. Doch warum entsteht Lampenfieber überhaupt und was kann man dagegen tun? Diese Infos bekommst du hier!

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Was ist Lampenfieber?

Lampenfieber ist die Anspannung vor einer Präsentation vor Publikum. Das können tausend Menschen sein oder auch nur eine Person – ganz egal. Beispiele für solche Situationen sind Bühnenauftritte, Referate, Reden oder selbst ein Vorstellungsgespräch.

Das Wort Lampenfieber ist zurückzuführen auf Rampenlichter, denn jene assoziiert man mit dem Auftritt vor Publikum. Andere Wörter, die man mit Lampenfieber direkt in Verbindung bringt, sind Angst, Aufregung, Herzklopfen, Beklemmung und Nervosität.

In der Wissenschaft gehört Lampenfieber zu einer Untergruppe der sozialen Angststörungen, welche in der Regel aber keine Behandlung erfordert. Hinsichtlich der Evolution ist Lampenfieber eine ganz natürliche Reaktion, welche den Menschen durch Ausschüttung von Adrenalin auf einen Kampf oder eine Flucht vorbereiten soll. Weitere körperliche Veränderungen wie ein hoher Adrenalinspiegel sind zum Beispiel Muskelkontraktion, Erröten, Zittern, Schwitzen und Reizbarkeit. Da Lampenfieber bei jedem Menschen anders auftritt, ist es somit möglich, dass einige extreme Wachheit und ein enormes Konzentrationsvermögen zeigen, andere jedoch sich kaum mehr konzentrieren können und sich Vergesslichkeit breit macht.

Lampenfieber ist ein vorübergehender Gemütszustand, der stark mit Prüfungsangst verbunden ist, da beide die Furcht der Beurteilung der persönlichen Leistung durch andere umfassen. Es gibt jedoch zwei Arten von Lampenfieber: Positives Lampenfieber kann sich leistungssteigernd auswirken, wobei negatives zu einer Leistungsverschlechterung führen kann.

Starke nervöse Erregung, Angst und innere Angespanntheit unmittelbar vor einer Situation, in der man sich zu bewähren hat, besonders vor einem öffentlichen Auftreten, vor einer Prüfung o. Ä.
– Duden

Warum hat man Lampenfieber?

Es gibt viele Gründe für Lampenfieber, einer davon ist die Angst zu versagen. Hinzu kommt, dass man seinen eigenen und den Ansprüchen anderer gerecht werden und sich selbst unter Beweis stellen will. Das zu präsentierende Endprodukt kann einem aber auch so wichtig sein bzw. kann eine große Bedeutung im eigenen Leben einnehmen, dass dadurch nur noch mehr Druck entsteht. Ein weiterer Grund für Lampenfieber ist die Furcht sich selbst bloßzustellen, denn jeder möchte das eigene Selbstbild bewahren.

Dem entgegengesetzt ist die Furcht vor direkter Zurückweisung durch andere und allgemein schlechtem Feedback des Publikums. Manche Betroffene empfinden ihr Publikum als Jury, welche über sie richtet, obwohl dies oft gar nicht der Fall ist.

Der Stress, welcher mit Lampenfieber verbunden ist, kann jedoch auch so weit gehen, dass alle Gründe zusammen kommen oder nur einzelne mit solch einer Kraft auf den Menschen einwirken, dass jener zusammenbricht, einen Blackout oder eine totale Blockade erleidet.

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Mittel gegen Lampenfieber

Jedermann hat seine ganz persönlichen Eigenarten mit Lampenfieber umzugehen, aber es gibt auch Tipps und Tricks, die jeder beachten kann. Zu allererst kann man die Methoden in zwei Kategorien aufteilen, körperlich und mental. Körperliche Möglichkeiten Lampenfieber zu umgehen oder ihm entgegenzuwirken sind Bewegung und Ruhe. Beide gegensätzlich, können sie zusammen jedoch zum Erfolg führen. Da Lampenfieber, wie erwähnt, eigentlich zu Flucht und Kampf verhelfen soll, ist Bewegung der Schlüssel, um seine Ängste zu vertreiben. Danach sollte man versuchen zur Ruhe zu kommen und seine Aufregung durch Atemübungen runterzufahren.

Ein mentales Mittel zur Bekämpfung von Lampenfieber ist eine positive Haltung gegenüber der Situation. Man sollte sich selbst gut zureden und verinnerlichen, dass man es schafft. Die Vorstellung von möglichen erfolgreichen Szenarien kann dies untermauern und eine weitere Stütze sein.

Du hast keine Angst oder willst dagegen ankämpfen?

Dann lade dein Video hoch und zeig dein Talent! Du willst wissen wie andere diese Challenge gemeistert haben? Dann klick dich durch unsere Playlisten und überzeuge dich selbst!

Featured Artist: Markus Dünschmann – frisch, jung und ambitioniert

Beschreib dich kurz für uns in drei Worten.

Weltoffen, lebensfroh und selbstbewusst, ich denke das sind die drei Worte, die mich am besten beschreiben. 🙂

Wann hast du mit dem Singen angefangen und wie kamst du dazu?

Ich fand es schon immer toll meiner Familie etwas vorzuführen und als ich in der 1. oder der 2. Klasse war, stand ich zum ersten Mal als Sänger auf der Bühne bei einem Konzert meiner damaligen Musikschule. Dort habe ich Blockflötenunterricht bekommen. Ich war sofort begeistert davon auf der Bühne zu stehen, zu singen und dafür positive Rückmeldung zu bekommen. Ab diesem Moment wollte ich immer öfter auf der Bühne stehen und das singen hat mir immer mehr Spaß gemacht. Später war ich auch Sänger meiner Schulband und einem Jugendchor. Das auf der Bühne stehen und singen hat mir immer viel gegeben, ich konnte sein wer ich bin und selbst meine Mitschüler, die mich nicht so mochten, kamen hinterher zu mir und haben mir gesagt, das ich gut singen kann. Das fand ich immer sehr schön, so haben sie mal gesehen das ich nicht einfach nur der “untypische” Junge bin, der viel mit Mädels macht anstatt mit Jungs, sondern das ich auch was gut kann. Auch wenn es nicht Fußball spielen ist.

Du steht auf einer großen Bühne mit einer berühmten Persönlichkeit. Wer wäre das?

Das ist eine schwierige Frage, weil es so viele Künstler gibt, die ich total feier. Im deutschen Bereich wäre es definitiv Grace Capristo. Sie begleitet mich schon seit über 10 Jahren mit ihrer Musik und außerdem hat sie wunderbare Stimme. Aber ich würde auch sehr gerne mal mit Helene Fischer auf der Bühne stehen, ihre Performances sind immer wundervoll und einzigartig. Im internationalen Bereich wäre es Rihanna, sie feier ich auch total!

Du coverst Songs von allen möglichen Künstlern. Gibt es ein Genre, das es dir besonders angetan hat?

Ich liebe Pop, das hör ich auch am meisten und das ist einfach die Richtung, die mir am besten liegt. Da ist es mir auch egal ob deutscher oder englischer Pop, kann beides wunderschön klingen. Aber ich höre auch sehr gerne R’n’B, aber das singe ich meist nur für mich. Schlager finde ich auch toll und singe ich auch sehr gerne, weil er einfach so eine Lebensfreude versprüht. Aber Popmusik bleibt trotzdem das, was ich am liebsten singe, es macht einfach Spaß verschiedene Popsongs zu singen. Das ist für mich einfach ein gutes und positives Gefühl.

Was waren bis jetzt deine größten Erfolge?

Richtig große Erfolge warten noch auf mich, aber ich hab’ bereits viele schöne Momente gehabt. Vor allem als ich mit einer ABBA Coverband auftreten durfte, zusammen mit vier anderen Mitgliedern meines Jugendchores. Was mich auch freut, ist wenn meine YouTube Videos gut ankommen. Über 3.000 Views sind für meinen kleinen Kanal schon ein kleiner Erfolg. Ich bin sehr dankbar für das, was ich bis jetzt alles machen und erleben durfte, aber ein richtig großer Erfolg wartet noch auf mich, den hab ich im musikalischen Bereich einfach noch nicht für mich selbst erreicht. Aber das ist auch völlig in Ordnung, immerhin bin ich erst 21 Jahre alt. Da darf das Leben noch viel für mich bereit halten. 😉

Wo siehst du dich selbst in zehn Jahren?

Ich selbst würde mir wünschen, dass ich in 10 Jahren von der Musik leben kann, die ich mache. Ich versuche mich auch immer wieder an eigenen Songs. Es wäre einfach schön wenn ich in 10 Jahren schon mal mindestens ein ganzes Album aufgenommen und Musikvideos gedreht habe. Allerdings würde ich es auch schön finden, wenn ich dann in meinem gelernten Beruf arbeiten kann und das meine Familie und ich gesund sind. Gesundheit und Familie stehen auch immer im Vordergrund und das wird auch immer so sein, dann kommt die Karriere. 🙂

Vielen Dank für das tolle Interview Markus! Wenn ihr mehr von ihm hören wollt, die erste Vorrunde im Bereich Musik läuft bereits. Auf Markus Profil findet ihr alle seine Videos in voller Länge!

Speedrun – virtueller Geschwindigkeitsrausch

Für die einen hat es irgendwas mit Gaming zu tun, für andere ist es jedoch harter Sport. Auf den ersten Blick scheint es nur darum zu gehen, ein Spiel so schnell wie möglich durchzuspielen, doch Speedruns bieten viel mehr als das.

Eckdaten

Speedrunner sind meistens in Communitys zu finden, da ein Run für einen selber schön und gut sein kann, jedoch die Anerkennung erst durch andere geliefert wird. Diese Anerkennung wird festgehalten durch Screenshots oder Videos, um sein Können zu beweisen und zu zeigen. Da es bei Speedruns primär darum geht, die Rekordzeit eines anderen zu unterbieten, brauchen Speedrunner viel mehr Geschicklichkeit als andere Gamer um ein Spiel so schnell wie möglich durchzuspielen. Speedruns sind konträr zu dem eigentlichen Sinn des Spiels, denn sie haben eigene Vorgaben nach denen ein Spiel gespielt wird unabhängig von der Idee des Spielentwicklers.

I started speed running when I was very young, I never called it speed running. What intrigued me was taking any game that I love, so for me it was games like Donkey Kong Country, Mega Man X, as a kid those Super Nintendo classics and just beating them in one sitting. It got to the point where I wanted to try to beat it faster every single time. – SpikeVegeta, Speedrunner

Speedrun Wörterbuch für Nicht-Gamer

100%
Ist eine Art von Speedrun mit einer bestimmten Voraussetzung. Hierbei ist es wichtig alle Items zu sammeln oder alle Level zu bestreiten, um diesen Run erfolgreich abzuschließen. Dieser Run dauert meist länger als ein Any%-Run.
Any%
Ein Run, bei dem es keine zusätzlichen Voraussetzungen gibt und alles erlaubt ist außer zu cheaten. Es geht einfach nur darum das Spiel so schnell wie möglich erfolgreich zu beenden.
Blind
Der Speedrunner hat keine Erfahrung hinsichtlich, oder kein nützliches Wissen über das Spiel, bevor er seinen Speedrun startet. Er geht so gesehen „blind“ in das Spiel und weiß nicht, was ihn erwartet.
Glitch
Unbeabsichtigter Programmierfehler des Spiels, welche dem Speedrunner ungeahnte Möglichkeiten bieten. Somit kann es sein, dass sich Abkürzungen auftun wie zum Beispiel die Fähigkeit durch Wände zu gehen, obwohl dies nicht vorgesehen ist.
Damage Boost
Eine Technik, bei welcher der Speedrunner seinen Charakter extra Schaden nehmen lässt, um daraus Vorteile zu ziehen. Jene Vorteile sind zum Beispiel das Gewinnen an Schnelligkeit oder Höhe.

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PC oder Spielekonsole?

Diese Frage ist immer noch aktuell und beide Seiten zählen reichlich Anhänger. Jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile, welche wir kurz hier zeigen wollen. Bei vielen PC-Spielen ist es so, dass Patches, welche Fehler beheben oder dem Spiel neue Funktionen zuweisen, den Speedrunner die Möglichkeit nehmen Glitches zu nutzen, um schneller einen Run zu beenden. Jedoch kann man bei ihnen Videos des Runs direkt im Spiel aufnehmen und festhalten.

Allgemein sind Speedruns auf Spielekonsolen gefragter als auf dem PC. Dies liegt daran, dass die Spielvielfalt größer ist: Patches, welche sich aufs Spiel auswirken, sind kein Problem und Emulatoren können genutzt werden. Ein Emulator eröffnet die Fähigkeit ein Spiel außerhalb seiner ursprünglichen Konsole zu spielen und bietet somit weitere Funktionen als zuvor vorhanden.

Du bist schneller als alle anderen?

Dann lade dein Video hoch und zeig uns dein Talent! Die erste Vorrunde im Bereich Speedrun steht bereits diesen Monat an.

Street Dance – Tanz mit vielen Gesichtern

Fast jeder hat schon mal davon gehört, doch jeder versteht etwas anderes darunter. Zusammengesetzt aus vielen verschiedenen Tänzen, ist Street Dance ein Tanzstil, der von seinem improvisierten Charakter bestimmt ist und vom Mitmachen aller lebt.

Wie entstand Street Dance?

Street Dance gewann seinen Namen wortwörtlich aus den Straßen, denn getanzt wurde nicht mehr nur in Tanzstudios, sondern überall. Der Begriff an sich trat das erste mal zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts auf und gab dem Tanzen auf Parties, Schulhöfen, in Parks und den Straßen einen festen Namen.
Generell wird Street Dance oft mit der Afro-Amerikanischen Kultur verbunden, doch aufgrund der vielen verschiedenen Tanzstile die hier zusammen kommen, hat es seinen Ursprung weltweit. Auf einige dieser Stile wollen wir hier weiter eingehen.

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Tanzstile

Flexing
Auch ,Bone Breaking’ genannt, ist ein Street Dance aus Brooklyn, New York, bei welchem die ,Flexer’ ihren Körper verbiegen und sich nahezu schlangenartig im Rhythmus bewegen. Bereits in den Neunziger Jahren entstanden, galt es damals wie heute, Gangs und Kriminalität zu entfliehen und Problemen Ausdruck zu verleihen. Entgegen vieler Vorstellungen hat Flexing seinen Ursprung nicht im Hip-Hop, sondern entwickelte sich aus dem jamaikanischen Street Dance ‚Bruk Up‘.

Melbourne Shuffle
Ein australischer Rave Dance, welcher sich in den Neunziger Jahren in der Untergrund Szene Melbournes entwickelte. Er ist gekennzeichnet durch schnelle Fuß- und Beinbewegungen in Kombination mit passender Armbewegung. Wichtige Techniken hierbei sind ‚T-Step‘, ,Running Man’ und ‚Kick‘.

Vogue
Auch Voguing genannt, ist ein Modern House Dance mit Ursprung in der Harlem Ballroom Szene, einer homosexuellen Subkultur, in New York. Bereits in den Achtzigern verbreitet, erlangte der Stil jedoch erst 1990 durch Madonnas Hit ,Vogue’ die breite Masse. Merkmale des Voguings sind die streng linearen Bewegungen und das Posing, welches an Models erinnern soll. Auf dieser Grundlage entstammt der Name der Modezeitschrift ,Vogue’.

Dougie
Ein Street Dance der Hip-Hop Szene, bei welchem man seinen Körper flatternd und mühelos aussehend bewegt. Charakteristisch für den Dougie sind außerdem die leicht gebeugten Knie und die Hände, die sich in Kopfnähe befinden und das Glattstreichen der Haare simulieren. Der Name dieses Stils kommt aus Dallas, Texas und beruht auf dem Rapper Doug E. Fresh, welcher ähnliche Moves zeigte.

Hip-Hop oder Street Dance?

Für einige ist es das gleiche und für andere zwei verschiedene Welten. Grundsätzlich kann man sagen, dass Street Dance sich aus allen möglichen Tanzstilen zusammensetzt, wie z.B. House und Disco Dance, Funk Dance, Rave Dance, aber auch Hip-Hop Dance und viele weitere Richtungen. Da die Bedingung für einen Street Dance hauptsächlich jene ist, nicht nur in Tanzstudios praktiziert zu werden, kommen alle möglichen Stile zusammen. Durch Film und Fernsehen wird jedoch primär Hip-Hop Dance als Street Dance gezeigt und für viele verschwimmen dort die Grenzen.

Hip-Hop an sich ist jedoch mehr als Tanz und besteht grundlegend aus vier Komponenten: DJ-ing, Rapping, Graffiti und Breakdancing. Somit umfasst dieses Genre mehr als die Bewegung und sollte nicht auf eins der genannten Elemente reduziert werden. Wollt ihr mehr von Hip-Hop und Rap dann findet ihr das hier.

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Crews und Battles

Unter einer Crew im Street Dance versteht man eine Gruppe an Tänzern, die zusammen Choreographien einstudiert, neue Moves entwickelt und im Battle gegen andere Crews antritt. Um neue Stile zu lernen oder Techniken zu verfeinern war es essentiell Teil einer Crew zu sein, da Street Dance nicht in Tanzstudios stattfand. Heutzutage ist es natürlich möglich Kurse in Studios zu besuchen und so verschiedene Street Dance Styles kennenzulernen.

Battles zwischen verschiedenen Crews oder einzelnen Tänzern werden genutzt, um zu beweisen wer der bessere ist. In Vergangenheit, aber auch Gegenwart, sind Battles das Resultat von Rivalitäten unter Crews. Somit gab es die Möglichkeit das eigene Können unter Beweis zu stellen, das Publikum für sich zu gewinnen und den Gegner auszustechen.